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grenzenlos

5. Symphoniekonzert

ca. 2 Stunden inkl. Pause

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Details

Nikolai A. Rimski-Korsakow
Capriccio espagnol op. 34

Nikolai G. Kapustin
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 op. 72

Pjotr I. Tschaikowsky
Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74

 

Ein russischer Komponist auf der Suche nach exotischen Elementen, ein ukrainischer Grenzgänger zwischen Jazz und Klassik und schließlich ein Komponist, dessen Leben und Werk nahezu von Mythen erdrückt zu werden scheinen. Kurz: Das fünfte Symphoniekonzert ist »grenzenlosen« Künstlerpersönlichkeiten und Werken gewidmet. Das farbenprächtige Capriccio espagnol von Nikolai Rimski-Korsakow ist eines seiner populärsten und schillerndsten Werke und zeugt par excellence von der Faszination des Russen für fremde Länder. Die Musik erinnert an den Reiz von heißem Klima, exotischen Melodien und Tänzen.
 

»Der Mann mit den gut gelaunten Synkopen« – so wurde der Komponist Nikolai Kapustin von einem Kritiker charakterisiert. Kapustin, 1937 in der Ostukraine geboren, machte sich in den 1950er-Jahren zunächst als virtuoser Jazzpianist einen Namen, wollte jedoch selbst vor allem als Komponist wahrgenommen werden. Das gelang ihm, wenn auch spät. Seine 20 Klaviersonaten und sechs Klavierkonzerte sind in den vergangenen beiden Jahrzehnten glücklicherweise wiederentdeckt worden.

 

In Deutschland ist dies vor allem dem Pianisten Frank Dupree zu verdanken, der erstmals Gast der Bielefelder Philharmoniker sein wird. Gekonnt hat Kapustin in seinem fünften Klavierkonzert klassische Strukturen und symphonischen Jazz verwoben. Unmerklich wechseln in seinem Stilmix Stimmungen und Klangfarben, manchmal scheint Sergej Rachmaninows nostalgische Klavierwelt durch, im nächsten Moment erklingt der lässige Swing eines George Gershwin.
 

Um Pjotr Tschaikowskys plötzlichen Tod ranken sich viele Mythen. Sein letztes großes Werk, die Symphonie Nr. 6, hat ihren Teil dazu beigetragen, den Gerüchten um einen möglichen Suizid Nahrung zu geben. In der Symphonie erklingt
Musik, die von Tod und Vergänglichkeit erzählt. Da ist die Versuchung groß, einen Zusammenhang zu vermuten. Doch vieles spricht dagegen: Tschaikowsky war unheimlich produktiv beim Komponieren der Symphonie, reiste durch Europa und machte Pläne für die Zukunft – keine Spur von Lebensmüdigkeit. Vor allem war er sehr zufrieden mit seinem Werk: »In diese Symphonie legte ich ohne Übertreibung meine ganze Seele ... Ich halte sie für das Beste, namentlich aber für das Aufrichtigste aller meiner Werke.«

  • Erster Termin war am 13.02.2026
  • Spielort Rudolf-Oetker-Halle Lampingstr. 16 33615 Bielefeld

Auf der Bühne

Das Team

Pressestimmen

Grenzenlose Begeisterung

»Musiziert wurde auch in den virtuosen Passagen mit höchster Präzision, wobei Robin Davis zwar vitale Tempi anschlug, den Bogen aber niemals hinsichtlich einer plakativen Klanggebung überspannte und somit die Balance zwischen folkloristischer Exotik und brillanter Orchestration zu wahren wusste. [...]

 

[...] Dupree lieferte dabei ein überbordend-virtuoses Feuerwerk aus halsbrecherischen Oktavläufen, rhythmischen Verschiebungen und

dynamischen Akzenten mit bewundernswerter Leichtigkeit ab. [...]

 

[...]Die Interpretation, die Widersprüchliches wie Wildheit und Zartheit, Freude und Trauer überzeugend und spannungsvoll vereinte, fand die uneingeschränkte Zustimmung des Publikums, das minutenlang und stürmisch applaudierte.«

Westfalen-Blatt

16.02.2026

Pathetischer Tschaikowski und groovender Kapustin

»Gastpianist Frank Dupree meistert komplexe Rhythmen mit virtuoser Leichtigkeit.[...]

 

[...] Die Klangkultur der Streicher [...] ist zu rühmen, die Holzbläser zeichneten sich aus sowohl im Ensemble als auch in solistischen Beiträgen.[...]

 

[...] Im vorletzten Satz brillierten die Blechbläser mit ihrem fast grausigen Gang in die Tiefe [...]

 

[...] Er [Pianist Frank Dupree] hatte das technische Rüstzeug der großen Pianisten und Pianistinnen des 19. Jahrhunderts und versprühte

zugleich den widerständigen Geist von Jazzpianisten wie Chick Corea, Duke Ellington, Thelonious Monk, Nat King Cole und Bill Evans. [...]

 

[...] Auch hier bewies der GMD, dass knappes, nüchternes Dirigat der Garant für mitreißende Musik ist, die im Ergebnis klingt, als wäre sie völlig unkompliziert. [...]

 

[...]Für Flöte, Harfe und Violoncello boten sich [in Rimski-Korsakows »Capriccio Espagnol«] Gelegenheiten für bezaubernde Soli.«

Neue Westfälische

17.02.2026

Mit freundlicher Unterstützung der


Anfahrt

Rudolf-Oetker-Halle

Lampingstr. 16 33615 Bielefeld
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Die Rudolf-Oetker-Halle steht für herausragende Klangerlebnisse in einer charakteristischen Atmosphäre. 

Als musikalisches Zentrum Bielefelds und der Region OstWestfalenLippe präsentiert das Konzerthaus ein vielschichtiges Programm: Im Großen Saal, Kleinen Saal und im Foyer finden Werke des klassisch-tradierten Repertoires ebenso ihren Platz wie virtuose Jazzsessions oder progressive Formate eines innovativen Musiklebens. Zugleich ist das Haus ein Ort des lebendigen Dialogs, ein Treffpunkt für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch – über Musik, über Kunst und darüber hinaus. 

Die Bielefelder Philharmoniker bilden als Residenzorchester den programmatischen Mittelpunkt des Konzerthauses. Das musikalische Spektrum wird durch internationale Gastorchester, -ensembles und -solist*innen sowie vielversprechende Nachwuchskünstler*innen synergetisch ergänzt.