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Selig

Musikverein / 1. Saisonkonzert

Veranstaltet von Musikverein der Stadt Bielefeld e.V.

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»Seit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms’ deutsches Requiem zu stellen vermag!«, äußerte sich der Musikkritiker Eduard Hanslick. Für den 33-jährigen Brahms bedeutete der überwältigende Erfolg seines Deutschen Requiems den endgültigen Durchbruch als Komponist.

Inhaltlich ist das Werk keine Totenmesse im Sinne der lateinischen kirchenmusikalischen Tradition, wie etwa bei Verdi oder Dvořak. Fern jeglicher kirchlichen Dogmatik nahm Brahms sich die Freiheit, die Texte für seine Komposition selbst aus dem Alten und Neuen Testament zusammenzustellen: Anstelle von Strafgericht und Erlösung am jüngsten Tag stehen hier das Gedenken an die Toten und die Tröstung der Lebenden im Zentrum. Diese besondere Hinwendung zum Menschen gibt dem Deutsche Requiem eine Sonderstellung im oratorischen Repertoire, wie auch Clara Schumann an Brahms formulierte: »Ich bin ganz und gar erfüllt von Deinem Requiem, es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise, wie wenig anderes. Der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie, wirkt wunderbar, erschütternd und besänftigend.«

Die Vier ernsten Gesänge bilden mit ihrer Auswahl biblischer Texte über die menschliche Vergänglichkeit ein kammermusikalisches Pendant zum 30 Jahre zuvor entstandenen Deutschen Requiem. Am Ende seines Lebens komponierte Brahms dieses musikalische Vermächtnis für eine Singstimme mit Klavierbegleitung. Im Konzert erklingt Bernd Wildens Neufassung des tief berührenden Werkes für Bariton, Chor und Orchester.

  • Erster Termin ist am 26.11.2026
  • Spielort Rudolf-Oetker-Halle Lampingstr. 16 33615 Bielefeld

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  • Musikverein der Stadt Bielefeld e.V.

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Rudolf-Oetker-Halle

Lampingstr. 16 33615 Bielefeld
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Die Rudolf-Oetker-Halle steht für herausragende Klangerlebnisse in einer charakteristischen Atmosphäre. 

Als musikalisches Zentrum Bielefelds und der Region OstWestfalenLippe präsentiert das Konzerthaus ein vielschichtiges Programm: Im Großen Saal, Kleinen Saal und im Foyer finden Werke des klassisch-tradierten Repertoires ebenso ihren Platz wie virtuose Jazzsessions oder progressive Formate eines innovativen Musiklebens. Zugleich ist das Haus ein Ort des lebendigen Dialogs, ein Treffpunkt für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch – über Musik, über Kunst und darüber hinaus. 

Die Bielefelder Philharmoniker bilden als Residenzorchester den programmatischen Mittelpunkt des Konzerthauses. Das musikalische Spektrum wird durch internationale Gastorchester, -ensembles und -solist*innen sowie vielversprechende Nachwuchskünstler*innen synergetisch ergänzt.