Vorschau Konzertprogramm 2026/27
Das Konzertprogramm 2026/27 der Bielefelder Philharmoniker ist veröffentlicht
Die Bielefelder Philharmoniker feiern ihr Jubiläumsjahr noch bis zum Ende des Jahres 2026 und führen die Feierlichkeiten in der Konzertsaison 2026/27 mit einem facettenreichen Programm fort. Gleichzeitig geht Generalmusikdirektor Robin Davis in seine zweite Spielzeit und entwickelt die künstlerische Profilierung des Orchesters weiter. Gemeinsam mit ihm sind zahlreiche Werke von Komponist*innen in die Gestaltung der neuen Saison eingeflossen und prägen das Programm mit vielfältigen musikalischen Perspektiven. Ein Leitmotiv zieht sich durch die gesamte Saison: das Lied in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen – als gesungene Stimme, als instrumentale Kantilene oder als symphonische Erzählung. Die ersten drei Symphoniekonzerte stehen zudem noch im Zeichen des Jubiläumsjahres und greifen Werke auf, die ebenfalls ein rundes Jubiläum begehen – darunter Anton Bruckners monumentale Fünfte Symphonie von 1876, die einen eindrucksvollen historischen Bezug herstellt. Die neun Symphoniekonzerte verbinden große Meisterwerke mit selten gespielten Werken, internationalen Solist*innen sowie besonderen programmatischen Ideen und laden dazu ein, das Konzertrepertoire neu zu entdecken.
Symphoniekonzerte
Den Auftakt bildet im Oktober 2026 das 1. Symphoniekonzert Von Menschen und Göttern. Lera Auerbachs Icarus eröffnet das Programm mit dramatischer Klangsprache und dem Bild eines waghalsigen Höhenflugs, bevor mit Steven Isserlis, einem der führenden Cellisten unserer Zeit und international zu den bedeutendsten Solisten seines Fachs zählend, ein besonderer Höhepunkt folgt: In Robert Schumanns poetischem Cellokonzert zeigt er die liedhafte, innige Seite des Instruments. Gustav Mahlers Erste Symphonie Titan, durchzogen von Liedzitaten und volksliedhaften Anklängen, ein großes symphonisches Panorama zwischen Natur, Aufbruch und existenzieller Dramatik.
Im November 2026 folgt das 2. Symphoniekonzert Aus der Neuen Welt. Mit der Deutschen Erstaufführung von Errollyn Wallens The Elements erklingt ein Werk der Gegenwart voller Energie und Farbigkeit. Rachmaninows zweites Klavierkonzert mit Magdalene Ho verbindet Virtuosität mit großer Kantabilität, bevor Antonín Dvořáks Symphonie Nr. 9 Aus der Neuen Welt mit ihren weit gespannten, liedhaften Melodien Sehnsucht und Aufbruch hörbar macht.
Das 3. Symphoniekonzert Die Fantastische Fünf im Dezember 2026 ist ganz Anton Bruckners monumentaler Fünfter Symphonie gewidmet. Aus einfachen Motiven wächst ein gewaltiger Klangbau, dessen feierlicher und zugleich inniger Ton die spirituelle Dimension symphonischer Musik eindrucksvoll erlebbar macht.
Im Januar 2027 steht das 4. Symphoniekonzert unter dem Titel Mirakel, Mirakel!. Haydns Symphonie Nr. 96 The Miracle verbindet Eleganz und Witz, während William Waltons farbenreiches Bratschenkonzert mit Lawrence Power, einem der führenden Bratschisten unserer Zeit, erklingt, der gemeinsam mit der polnisch-deutschen Dirigentin Ewa Strusińska sein Debüt bei den Bielefelder Philharmonikern gibt. Schostakowitschs neunte Symphonie überrascht schließlich mit Leichtigkeit, Ironie und tänzerischem Schwung.
Das 5. Symphoniekonzert im Februar 2027, A Child of Our Time, stellt das Lied unmittelbar in den Mittelpunkt der Saison. Michael Tippetts Oratorium verbindet Soli, Chor und Orchester zu einem eindringlichen musikalischen Plädoyer für Menschlichkeit. Spirituals und große Chorszenen verleihen dem Werk eine besondere emotionale Kraft, gemeinsam gestaltet mit dem Bielefelder Opernchor und dem Oratorienchor der Stadt Bielefeld.
Im März 2027 folgt das 6. Symphoniekonzert Hinter den Spiegeln. Caroline Shaws Entr’acte spielt mit Klangspiegelungen und Erwartungen, Mozarts g-Moll-Symphonie zeigt seine empfindsame, beinahe gesungene Tonsprache, und Beethovens fünftes Klavierkonzert mit Joseph Moog verbindet strahlende Virtuosität mit großer melodischer Linie.
Das 7. Symphoniekonzert Femme fatale im April 2027 steht unter der Leitung des international gefragten Dirigenten Jac van Stehen und verspricht mit der Sopranistin Brenda Rae ein besonderes Highlight der Saison. In der Lulu-Suite von Alban Berg unvollendeter Oper wird die schillernde Titelgestalt mit expressiver Klangsprache und virtuoser Koloratur lebendig, bevor Arnold Schönbergs Orchesterfassung von Brahms’ Klavierquartett g-Moll die kammermusikalische Vorlage in ein farbenreiches symphonisches Gewand überträgt und romantische Leidenschaft mit orchestraler Klangfülle verbindet.
Im Mai 2027 steht das 8. Symphoniekonzert unter dem Titel Midnight Hour. Anna Clynes This Midnight Hour eröffnet das Programm mit geheimnisvoller, pulsierender Energie. Mendelssohns Violinkonzert e-Moll verbindet Virtuosität mit großer lyrischer Linie, bevor Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune und Strawinskys Feuervogel-Suite mit schillernden Farben und märchenhaften Klangwelten die Nacht zum Leuchten bringen.
Den Abschluss der Saison bildet im Juni 2027 das 9. Symphoniekonzert Letzte Gedanken. Lili Boulangers D’un matin de printemps eröffnet mit heller, schwebender Klangsprache, bevor Richard Strauss’ Vier letzte Lieder mit Dušica Bijelič die menschliche Stimme noch einmal in den Mittelpunkt stellen. Mit Schuberts großer C-Dur-Symphonie endet die Saison in weit gespannten, liedhaften Bögen – ein kraftvolles Finale, das den Leitgedanken der Saison eindrucksvoll zusammenführt.
Die Konzertsaison 2026/27 zeigt die Bielefelder Philharmoniker als vielseitiges, neugieriges und klangstarkes Orchester. Ob große Symphonik, vokale Werke oder selten gespielte Entdeckungen – das Leitmotiv des Liedes verbindet alle Programme zu einem musikalischen Bogen, der das Jubiläumsjahr würdig weiterführt und Lust auf viele Konzertabende macht.
Kammerkonzerte
Auch in der kommenden Spielzeit 2026/27 präsentieren die Bielefelder Philharmoniker ein vielfältiges Programm an Kammerkonzerten – ab der nächsten Spielzeit erstmals mit 10 Konzerten. Die Programme werden von den Mitgliedern des Orchesters selbst kuratiert, wodurch spannende und persönliche Blickwinkel auf das Repertoire entstehen.
Das Leitmotiv der Saison, das Lied, wird sich auch in den Kammerkonzerten zeigen: Neben Instrumentalwerken werden mehrere Liederabende zu hören sein, mit Sänger*innen aus dem Musiktheater-Ensemble. Die Kammermusikreihe verspricht damit intensive, intime Musikerlebnisse, die sowohl bekannte als auch selten gespielte Werke in den Mittelpunkt rücken und den Dialog zwischen Instrumenten, Stimmen und Klangfarben besonders erlebbar machen.
Sonderkonzerte
Außerdem fortgeführt wird das Feierabendformat BiPhil After Work, das ein Orchesterkonzert im Großen Saal mit Livemusik und einer anschließenden DJ-Session im Foyer kombiniert. Bereits zum siebten Mal lädt zudem WDR 3 in die Rudolf-Oetker-Halle zum Public Viewing der BBC Last Night of the Proms ein, die traditionell den krönenden Abschluss des berühmten gleichnamigen Londoner Klassik-Musikfestivals bildet. Vor der Liveübertragung direkt aus der Royal Albert Hall geben die Bielefelder Philharmoniker gemeinsam mit WDR 3 ein ganz besonderes Radiokonzert – mittlerweile selbst eine Tradition mit Kultstatus.
Die Publikation zur gesamten Konzertsaison 2026/27 ist Ende Mai erhältlich. Der Vorverkauf für die Konzerte der Bielefelder Philharmoniker – mit Ausnahme des Neujahrskonzerts – startet am 2. Juni 2026. Verschiedene Abonnements mit festen Terminen und exklusiven Plätzen können ab Mai 2026 gebucht werden.