
- Symphoniekonzerte
Die Fantastische Fünf
3. Symphoniekonzert
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Anton Bruckner (1824–1896)
Symphonie Nr. 5 B-Dur WAB 105
Zum Abschluss der Jubiläumsspielzeit ein weiteres Jubiläumsstück: Der österreichische Organist und Komponist Anton Bruckner schrieb seine fünfte Symphonie vor 150 Jahren, im Jahr 1876. Wenige Jahre zuvor war der 44-Jährige von Linz nach Wien umgezogen, um die Nachfolge seines ehemaligen Mentors Simon Sechter als Professor am Wiener Konservatorium anzutreten. Dass Bruckner auch die Stelle des Hoforganisten zugesprochen bekam, verdankte er dem überragenden Ruf, den er sich in den zurückliegenden Jahren an der Orgel des Linzer Doms erarbeitet hatte.
Zurück zur Vor-Wiener Zeit bzw. zu Simon Sechter: Hatte der seinem Schüler »freies Komponieren« noch untersagt, so löste Bruckners Begegnung mit dem Linzer Theaterkapellmeister Otto Kitzler eine Art Schaffensrausch aus. Kitzler machte ihn mit den Musikdramen Richard Wagners vertraut, die seinerzeit das Publikum polarisierten, Bruckner aber sofort begeisterten, außerdem mit den Symphonien Beethovens, Mendelssohns und Schumanns. Kitzlers Ermutigung folgend schrieb Bruckner drei große Messen und traute sich anschließend an eine Symphonie heran.
Bereits diese erste zeugt von überraschender Stilsicherheit, auch Publikum und Presse reagierten überwiegend positiv. In Wien wurde Bruckner die Nähe zu Wagner, den er über alle Maßen verehrte, allerdings zum Verhängnis: Der »Kritikerpapst« Eduard Hanslick, der Wagner verachtete, verriss die Aufführungen von Bruckners Symphonien immer schärfer und spielte ihn gegen den beliebten Johannes Brahms aus. In der Folge vereinsamte der ohnehin menschenscheue Einzelgänger Bruckner mehr und mehr; seine monumentale fünfte Symphonie lässt diese Gemütslage erahnen. Sie bestätigt andererseits seine mittlerweile unverwechselbare Tonsprache, die von kühnen Harmonien, bezaubernden Melodien, mächtigen Steigerungswellen und einer der Orgel verwandten »Registriertechnik« geprägt ist. Diese Merkmale im Rahmen seiner stets groß gedachten Architektur hoben die Gattung Symphonie auf eine neue Stufe und machten ihn zum wichtigen Wegbereiter für nachfolgende Symphoniker wie Gustav Mahler und Dmitri Schostakowitsch.
- Erster Termin ist am 11.12.2026
- Spielort Rudolf-Oetker-Halle Lampingstr. 16 33615 Bielefeld
- Einführung um 19:15 Uhr im Kleinen Saal
Auf der Bühne
Anfahrt
Rudolf-Oetker-Halle
Die Rudolf-Oetker-Halle steht für herausragende Klangerlebnisse in einer charakteristischen Atmosphäre.
Als musikalisches Zentrum Bielefelds und der Region OstWestfalenLippe präsentiert das Konzerthaus ein vielschichtiges Programm: Im Großen Saal, Kleinen Saal und im Foyer finden Werke des klassisch-tradierten Repertoires ebenso ihren Platz wie virtuose Jazzsessions oder progressive Formate eines innovativen Musiklebens. Zugleich ist das Haus ein Ort des lebendigen Dialogs, ein Treffpunkt für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch – über Musik, über Kunst und darüber hinaus.
Die Bielefelder Philharmoniker bilden als Residenzorchester den programmatischen Mittelpunkt des Konzerthauses. Das musikalische Spektrum wird durch internationale Gastorchester, -ensembles und -solist*innen sowie vielversprechende Nachwuchskünstler*innen synergetisch ergänzt.